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Obskure Wörter-Sammelthread

Posted in Obscuro,Sprache von Niiils - Februar 6, 2007

Ich starte hiermit den Sammelthread für Obskure Wörter und eröffne mit dem englischen „Pzazz“ (=Glamour).

Schön in diesem Zusammenhang auch der Wikipedia-Artikel English words with uncommon properties.

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11 Antworten to 'Obskure Wörter-Sammelthread'

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  1. wandab said,

    Ich hätte gerne mehr chuzpe.

  2. Surribee said,

    Und gleich trifft sich die ganze Mischpoke!

  3. connaisseur said,

    bei chuzpe und mischpoke macht die pc-polizei aber tatütata: obskure Wörter müssen nicht zwangsweise dem jiddischen entstammen.

    Deshalb von mir (durchaus mit rettungsethnographischem Impetus: „Hundsfott“

  4. wandab said,

    Hmmmm. Bei deinem Eintrag macht aber dann auch die Logik Polizei tatütata, lieber connaisseur, denn niemand hat hier von Zwang gesprochen und auch keine Richtung für die Zukunft angegeben.

    Tütü. ta ta ta. TÜtü. ta ta ta.

    P.S. Dorothy und die roten Schuhe: Rote Schuhe = Menstruation. Menstruation = the ticket Home. Pubertät = Bunt und Lustig. Erwachsensein = Schwarz-Weiss. Macht alles total Sinn, ich bin beeindruckt.

  5. connaisseur said,

    keineswegs will ich hier die pc-polizei spielen, und ist auch zugegeben unwitzig sie herbei zu rufen. aber auffällig ists irgendwie schon und läßt darüber sinnieren und spekulieren warum uns wörter „obskur“ erscheinen.

    obscurus, lat = dunkel. synononyme: unklar, abstrus, kompliziert, verwirrend, kryptisch, dunkel, tief, zweifelhaft, esoterisch, versteckt, unglaublich, düster, undefinierbar, mysteriös, okkult, undefiniert, vage

    ich finde, das trifft nicht unseren wortgebrauch, der eher im Felde „seltsam, wunderlich, auf kopfschüttelndlassende art belustigend, anregend gruselig“ liegt.
    Dieser Effekt entsteht aber durch reine fremdheit des begriffs, sondern durch die verquickung von fremd und bekannt. „ich weis ja was die da machen, nur versteh ich nicht warum man so was freiwillig tun kann, bzw warum auf diese weise“
    Und dass sich da jiddische wörter finden, die, wie ich finde zwischen bekannt (deutsch) und fremd (undeutsch) changieren, läßt tiefer blicken als meine ausfürhungen gerade sinnvoll führen.

    Ad Rote Schuhe: Rotkäppchen und der Wolf!

  6. wandab said,

    Interessant, interessant.
    Wenn ich nochmal drüber nachdenke muss ich einräumen, dass ein Wort wie chuzpe eigentlich kaum obskur, sondern eher lustig oder sagen wir drollig ist. Das widerspricht aber keineswegs deinen Ausführungen, da wir ja, wie du schon so klug bemerkt hast, obskur umgedeutet haben um eben gerade auch „drolliges“ zu beschreiben.
    Jetzt mal eine wilde Assoziation: oft, beim Schauen dieser ganzen Obskuro-Dinge muss ich an Beschädigung denken, irgendeine Beschädigung (ein Schmerz) die dem ganzen zu Grunde liegt und die die Performer zu solch skurilen, überzogenen und eben PEINlichen Darstellungen verleitet. Das hat jetzt nichts mit Pzazz und Chuzpe zu tun aber ich glaube mit uns (oder mit mir). Diese Generösität der Mensa Gruppe allem Seltsamen, Wunderlichen, Ambivalenten und Beschähmenden gegenüber …. (Verweis: Camp)

  7. meganils said,

    Ich fragte mich neulich auch, welche gemeinsame Qualität denn dem Obskuren zukommt. Ich zähle einfach mal einige Ideen auf:

    – Siding with the underdog
    – Distinktion: Was obskur ist gehört nur mir und meinen Freunden
    – Das Obskuro ist oft originell, einzigartig, individuell, ideosynkratisch, auch bis zum Wahnsinn
    – Scheitern ist im Obskuren schon angelegt, besonders viele Mikroschwa hat auch etwas, das mit hohen Ansprüchen startet und dann spektakulär versagt
    – Das Obskure ist tendenziell sympathisch und menschlich

  8. wandab said,

    Hmmm, ich meinte eigentlich nicht Scheitern sondern, dass vorher schon etwas da ist, das dan mit der Performance irgendwie angesprochen, nivelliert wird. Also zum Beispiel der Typ in der Mensa. Wahrscheinlich steht er sozial nicht so gut da. Keinen Job? Viel Alleine? Hat nur eine Radler-Hose im Schrank ….
    Also irgendwie eine Randfigur und dieses Randfiguren dasein zelebriert er aber dann geradezu mit seinem Auftreten in der Mensa. Er setzt sich noch mehr ab durch seine seltsame Gestik, durch sein Auftreten … . Gleichzeitig referiert er aber durch die Wahl seiner Lektüre auf sein Umfeld, also einen universitären Diskurs.
    Ich weiss auch niocht wohin das Ganze führt und ich weiss auch, dass ich momentan eher Gemischtes als Argumente liefere, aber ich denke dieses menschliche, symphatische im Obskuren hat etwas mit diesem gemeinsamen Schmerz zu tun. (Verweis: camp tenderness)

  9. Eusebia said,

    Bei uns im Nachbarort von S…, S… nämlich (oder vielmehr S…II) gab (oder gibt es noch?) eine Kneipe namens „Spunden“.

    Ich reihe das Wort „Spunden“ in die Obskure-Wörter-Liste ein!

    E.

  10. wolframsiebeck said,

    „Gurbanguly Berdymuchammedow“ sollte man sich eigentlich merken, denn so heisst der Nachfolger des 21 Jahre lang Turkmenistan despotisch beherrschenden „Saparmyrat Nyýazow“.

  11. Surribee said,

    Mein Favorit seit dem gestrigen Zatopek: Grind

    Der Grind, der Grind, das himmlische Kind?

    Auch eins meiner Lieblingsseltsamwörter, Brachusmukatschka. Lasst es euch auf der Zunge zergehen, zerschmelzen, bis der Grind abfällt. Bra-chus-mu-kat-schka. Schön, nicht?
    Und dann erst lest, dass das ganz prosaisch Staubsauger heißt.


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