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The Dark Side of Fasnet

Posted in Trends & Hypes von eusebia - Februar 15, 2007

Mir begegnete eben beim Bäcker die triste Realität der Fasnet, die uns ja heute heimzusuchen droht: Beide Bäckersdamen (und bei Bäckersdamen hat man ja oft den Eindruck, sie seien, von ihren Jobs abgesehen, ansonsten von Gott irgendwie vernachlässigt worden beim Zusammenbasteln) hatten sich für die Fasnet „verkleidet“. D.h.: Die Kleinere der beiden hatte Glitter im Haar und irgendeine Glitzerschminke im Gesicht, und unter dem weißen Bäckersfrauenkittel ein buntes, „peppiges“ Oberteil. Die Größere hatte sich einfach wieder in die Uniform des größten deutschen Triumphes nach Hitler, des letztjährigen WM-Sommers namentlich, geworfen, will sagen: Sie trug ein WM-Häs und gemalte Deutschland-Flaggen auf den Wangen. Einfallsreichtum rules!

Das eigentlich Tragikkomische dabei war nun, mit welcher resignierten schlechten Laune diese Frauen ihrem Job nachgingen, wie trist die eine (die Größere) die feilgebotenen Waren auszeichnete, wie bedrückt und ohne Lächeln mich die andere (die Kleinere) bediente. Welche bedrückende Stille in der kleinen Bäckerei herrschte. Und welchen Gegensatz dies zum „lustigen“, „heiteren“ Fasnetshäs der beiden Damen bildete.

Was war da nur geschehen?

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Eine Antwort to 'The Dark Side of Fasnet'

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  1. connaisseur said,

    Gerade hatte ich die Freude den Born aller Serviceorientierung und Kundenfreundlichkeit auzusuchen: Das Studentensekrariat unserer fast-exzellenten Universität. Die einzig freie Schalterangestellte, ein junges Ding von vieleicht 24 Jahren, hatte sich in die Uniform der Rottenburger „Alande“ gewandet. Zu selbiger ist zu sagen, dass sie dem Schnitt nach einem altem Malerkittel ähnelt, der dann in Eigenarbeit (unter Zunftmeisterlicher Aufsicht eines meiner ehemaligen Lehrer, eines Sportlehrers, der wegen Kunstlehrermangels auch Linolschnitzen und andere kreativitätsfeindliche Tätigkeiten anordnen durfte) mit pitoresken historischen Gebäuden, Ansichten und Szenen bemalt wird. Kurz: Tourismuswerbung auf Grundschulniveau zum „Rumspringa“.
    Obwohl die bewußte freundlose Monotonie meines gemurmelten Grußes „Narri Narro“, deutlich zu Tage trat, wurde ich ungewohnt zuvorkommend und freundlich bedient.
    Merke: Im Kontakt mit der indigenen Bevölkerung ist es vorteilhaft ihre Bräuche zu kennen, man muss sich sich aber nicht zu eigen machen.


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